Der Temperaturverlauf macht sichtbar, wie sich eine gemessene Temperatur über die Zeit entwickelt.
VAKTEN zeigt dabei nicht nur einen einzelnen aktuellen Messwert. Die Historie stellt die Messreihe über einen gewählten Zeitraum dar und ordnet sie in den Kontext der ausgewählten Regel ein.
Zeiträume im Temperaturverlauf
Für die Auswertung stehen unterschiedliche Zeiträume zur Verfügung:
- Heute: zeigt die Messwerte des aktuellen Tages in hoher zeitlicher Auflösung.
- 7 Tage: zeigt die Temperaturentwicklung der vergangenen sieben Tage.
- 30 Tage: ermöglicht einen längerfristigen Blick auf Veränderungen und wiederkehrende Abweichungen.
- Datum: erlaubt die Auswahl eines einzelnen historischen Tages – auch wenn dieser länger als 30 Tage zurückliegt.
Damit lässt sich sowohl die aktuelle Entwicklung beurteilen als auch gezielt in der Historie nachsehen.
Minimum, Durchschnitt und Maximum
Zusätzlich zur Temperaturkurve zeigt VAKTEN die wichtigsten Kennwerte des ausgewählten Zeitraums: Minimum, Durchschnitt und Maximum.
Per Mauszeiger oder Touch lassen sich einzelne Zeitpunkte der Kurve genauer betrachten. Messabdeckung und erkennbare Datenlücken helfen dabei einzuschätzen, wie vollständig der dargestellte Zeitraum aufgezeichnet wurde.
Die Regel gibt dem Messwert Bedeutung
Die technische Temperaturmessung gehört zum Signal. Ihre betriebliche Bedeutung entsteht jedoch im Zusammenhang mit einer Regel.
Ein und dieselbe Temperaturquelle kann deshalb in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet werden. Eine Regel kann beispielsweise eine Raumtemperatur bewerten, während eine andere Anwendung eine Temperaturgrenze in einem Kühlbereich überwacht.
Das Signal misst. Die Regel interpretiert.
Aus Messwerten werden konkrete Aufgaben
Eine Temperaturmessung kann je nach überwachtem Bereich und Regel unterschiedliche Bedeutungen erhalten. Dieselbe technische Grundlage lässt sich deshalb für sehr unterschiedliche Anwendungen nutzen.
Temperatur-Raumüberwachung
Ein Raum kann separat überwacht werden. Wird beispielsweise eine Temperatur von 25 °C überschritten, kann VAKTEN eine Regel auslösen und per E-Mail darauf hinweisen, die Heizung auszuschalten.
Eine passende Regel kann beispielsweise lauten: Bei Überschreitung von 25 °C per E-Mail benachrichtigen.
Der Nutzer oder ein Empfänger seiner Wahl erhält daraufhin einen Hinweis, dass die Temperaturgrenze überschritten wurde und eine Handlung erforderlich ist.
Kühlraum und temperaturgeführte Bereiche
In einem Kühlraum oder einem temperaturgeführten Bereich, beispielsweise einem TK-Lager, kann VAKTEN erkennen, wenn sich die Temperatur außerhalb des gewünschten Bereichs bewegt.
Eine Regel kann dann darauf hinweisen, den Raum zu schließen, die Kühlung zu prüfen oder einen Verantwortlichen zu informieren.
Bereits die Auswertung eines Temperatursensors kann dafür ausreichen. In Verbindung mit Türsensoren lässt sich zusätzlich erkennen, ob eine geöffnete Tür zu einer Temperaturabweichung beigetragen haben könnte. So können Temperaturverlauf und Türzustand gemeinsam betrachtet werden.
Auch hier kann eine Regel einem weiteren Empfänger zugeordnet werden. So kann beispielsweise ein Lagerist oder ein anderer Verantwortlicher von VAKTEN darauf hingewiesen werden, dass Handlungsbedarf erkannt wurde.
Die Historie mit Temperaturverlauf eignet sich damit dazu, Kühlketten langfristig zu beobachten, Abweichungen nachvollziehbar zu dokumentieren und Entwicklungen über längere Zeiträume auszuwerten.
Kühlschrank und Medikamentenkühlschrank überwachen
Sensible Waren, Medikamente und andere temperaturempfindliche Inhalte benötigen besondere Beobachtung. VAKTEN kann dabei sowohl die Temperatur als auch zusätzliche Zustände wie eine geöffnete oder geschlossene Tür berücksichtigen.
Typische Szenarien sind beispielsweise:
- Arztpraxis: Der Betreiber erhält per E-Mail einen Hinweis, wenn die Temperatur eines Medikamentenkühlschranks den vorgegebenen Bereich verlässt.
- Krankenhaus: Unterschiedliche Kühlschränke oder Lagerräume können getrennt überwacht und unterschiedlichen Verantwortlichkeiten zugeordnet werden.
- Apotheke oder Labor: Temperaturabweichungen können dokumentiert und bei Bedarf an definierte Empfänger gemeldet werden.
- Lebensmittel- oder Kühlbereich: Temperatur und Türzustand können gemeinsam betrachtet werden, um Abweichungen schneller einzuordnen.
Gerade die Kombination aus Temperaturmessung, Regel, Historie und zusätzlicher Sensorik macht aus einer einfachen Messreihe einen konkreten betrieblichen Anwendungsfall.