Sensoren verbinden die reale Umgebung mit HJÄRTA. Sie erfassen einen Zustand oder einen Messwert und stellen daraus ein elektrisches Signal bereit, das HJÄRTA aufnehmen und an VAKTEN weitergeben kann.
Dabei ist zunächst wichtig, zwischen der elektrischen Wahrheit und ihrer späteren fachlichen Bedeutung zu unterscheiden. Ein Eingang kennt technisch beispielsweise nur 0 oder 1, aktiv oder nicht aktiv oder einen konkreten Messwert. Erst in VAKTEN wird daraus eine verständliche Information wie „Tür geschlossen“, „Lichtschranke belegt“ oder „Temperatur 6,2 °C“.
Was bedeutet 0 und 1 bei einem Sensor?
Binäre Sensoren liefern zwei unterscheidbare Zustände. Technisch kann das beispielsweise 0 und 1, AUS und EIN oder offen und geschlossen bedeuten.
Welche fachliche Bedeutung ein Zustand besitzt, hängt von der Anwendung ab. Ein aktiver Eingang kann beispielsweise bedeuten:
- Tür geschlossen,
- Lichtschranke unterbrochen,
- Endlage erreicht oder
- Temperaturgrenze überschritten.
HJÄRTA erfasst zunächst nur das elektrische Signal. Die fachliche Bedeutung und die gewünschte Bewertung werden in VAKTEN festgelegt.
Welche Arten von Sensoren gibt es?
Binäre Sensoren liefern zwei Zustände.
- Reedkontakt: erkennt beispielsweise den geöffneten oder geschlossenen Zustand einer Tür, eines Tores oder einer Klappe über einen Magnetkontakt.
- Lichtschranke: erkennt, ob ihr Strahl frei oder unterbrochen ist. Damit lassen sich beispielsweise Durchgänge, Belegungen oder Blockierungen erfassen.
- Thermostat: schaltet beim Erreichen, Über- oder Unterschreiten eines definierten Temperaturzustands.
- End- oder Näherungsschalter: melden beispielsweise eine Position oder das Erreichen einer mechanischen Endlage.
Metrische Sensoren liefern dagegen einen Messwert und nicht nur einen Schaltzustand.
- Thermometer: liefert einen Temperaturwert.
- Stellwinkel- oder Positionssensor: liefert einen Winkel oder eine Position.
Weitere Messgrößen wie Druck, Feuchte oder Füllstand können grundsätzlich ebenfalls abgebildet werden, wenn Sensor, Schnittstelle und Signalverarbeitung zueinander passen.
Wie werden Sensoren über Easy Access angeschlossen?
HJÄRTA arbeitet auf der Sensorseite grundsätzlich mit 24 V DC. Über Easy Access stehen Versorgung und definierte Signalpfade direkt am 8-poligen M12-Anschluss zur Verfügung.
Ein geeigneter Sensor oder eine vorbereitete Sensorbox kann dadurch ohne zusätzliche Zwischenbaugruppe an einen Easy-Access-Port angeschlossen werden.
Die M12-Belegung zeigt, welche Kontakte für 24-V-Versorgung, GND, Signalpfade und Porterkennung vorgesehen sind.
Wie werden externe Signale über Professional-I/O angeschlossen?
HJÄRTA S1 Professional verfügt über zehn separate Professional-I/O-Signalkanäle für geeignete Statusausgänge bestehender Anlagen und andere kompatible Sensoren.
Jeder Eingang ist galvanisch über einen Optokoppler entkoppelt. Dadurch wird das ankommende Signal elektrisch von der internen HJÄRTA-Logik getrennt erfasst. Je Kanal kann zusätzlich über eine zweite Ader 24 V+ bereitgestellt werden.
Die Professional-I/O-Kanäle sind nicht auf einen bestimmten Anlagentyp beschränkt. In VAKTEN wird festgelegt, welche fachliche Bedeutung das erfasste Signal besitzt – beispielsweise Betrieb, Störung, Alarm, geöffnet oder geschlossen.
Warum arbeitet HJÄRTA mit 24 V und optisch gekoppelten Eingängen?
24 V DC ist in technischen und industriellen Installationen weit verbreitet und eignet sich deshalb gut für robuste Sensoranschlüsse und längere Leitungswege.
Die Eingänge von HJÄRTA sind optisch gekoppelt. Das eingehende 24-V-Signal wird damit galvanisch von der internen Logik getrennt erfasst.
Vereinfacht gesagt bedeutet das: Sensorseite und interne Elektronik sind elektrisch voneinander getrennt. Fehler, Störungen oder Fehlspannungen auf der einen Seite können die andere Seite dadurch nicht unmittelbar beeinflussen.
Ein Kurzschluss auf der Sensorseite kann allerdings weiterhin die gemeinsame 24-V-Versorgung oder andere daran angeschlossene Verbraucher beeinflussen, wenn diese nicht separat abgesichert oder getrennt versorgt sind.
Wie wird aus einem Sensorsignal eine Information in VAKTEN?
Der technische Weg ist bewusst klar aufgebaut:
- Der Sensor erfasst einen Zustand oder Messwert.
- HJÄRTA übernimmt das elektrische Signal am zugeordneten Eingang.
- VAKTEN ordnet diesem Signal eine fachliche Bedeutung zu.
- Regeln, Sollwerte und Toleranzen bestimmen, wie der Zustand bewertet wird.
Beispiel eines binären Signals:
- technisch: Digitaleingang aktiv,
- fachlich: Tür geschlossen,
- Bewertung: Im Soll.
Beispiel eines Messwertes:
- technisch: 6,2 °C,
- fachlich: Temperatur im Kühlschrank,
- Regel: maximal 8 °C,
- Bewertung: Im Soll.
Welcher Sensor passt zu meiner Anwendung?
Bei der Auswahl sollte zunächst geklärt werden, welche Information überhaupt benötigt wird:
- Soll lediglich ein Zustand erkannt werden oder wird ein Messwert benötigt?
- Benötigt der Sensor 24 V DC?
- Welche Art von Ausgangssignal stellt der Sensor bereit?
- Soll der Anschluss über Easy Access oder PRO I/O erfolgen?
- Welche Umgebungsbedingungen gelten am Einbauort?
Am einfachsten ist ein für HJÄRTA vorbereiteter Sensor oder eine passende Sensorbox aus dem SVARTLIND-Shop. Diese Komponenten sind für Versorgung, Anschluss und Signalverarbeitung bereits auf HJÄRTA abgestimmt.
Eigene Sensoren können ebenfalls eingesetzt werden, sofern elektrische Eigenschaften und Signalart zum vorgesehenen Anschluss passen.
Sensorbox
Gibt es kabellose Sensoren?
Ja. Kabellose Sensorlösungen sind auf Anfrage möglich.
Welche Funktechnik sinnvoll ist, hängt von Umgebung, Reichweite, Energieversorgung und gewünschter Aktualisierungsrate ab.
Für Standardinstallationen setzt HJÄRTA bewusst auf kabelgebundene 24-V-Sensorik. Sie bietet eine eindeutige Versorgung, robuste Signalübertragung und eine technisch gut nachvollziehbare Installation.