Zurück zur Startseite

SVARTLIND WISSEN

Sensor zuordnen

Eine vorhandene Sensor-Unit mit einer Tür- oder Tor-Unit verbinden.

So wird eine bereits eingerichtete Sensor-Unit in VAKTEN einer passenden Tür- oder Tor-Unit zugeordnet.

An eine HJÄRTA werden Sensoren angeschlossen. In VAKTEN werden deren Signale anschließend einem digitalen Zwilling – in VAKTEN Unit genannt – zugeordnet.

Eine Unit kann dabei keinen, einen oder mehrere Sensoren beziehungsweise Signale auswerten.

Kein Sensor kann sinnvoll sein, wenn VAKTEN beispielsweise nur für digitale Wartungs- und Prüfbücher genutzt werden soll.

Ein Sensor reicht häufig für einfache Anlagen wie Türen, Tore oder Gatter aus.

Mehrere Sensoren ermöglichen die digitale Abbildung komplexerer Anlagen. Eine Unit kann beispielsweise Informationen über Torstellung, Blockierung, Förderleistung, Temperatur oder weitere Zustände zusammenführen.

Vom Sensor zur Unit

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Sensor, Signal und Unit.

Ein physischer Sensor erfasst einen Zustand oder Messwert und erzeugt daraus ein Signal. Die HJÄRTA erfasst dieses Signal und übermittelt es an VAKTEN.

In VAKTEN wird das Signal konfiguriert und anschließend einer Unit zugewiesen. Die Unit bildet den digitalen Zwilling der realen Anlage.

Vereinfacht:

Sensor → Signal → HJÄRTA → VAKTEN → Unit

Sensor an die HJÄRTA anschließen

Sensoren können je nach Aufbau über Easy Access oder PRO I/O angeschlossen werden.

Die Eingänge einer HJÄRTA sind eindeutig beschriftet und nummeriert. Dadurch kann VAKTEN erkennen, von welchem Anschluss ein Signal stammt.

Bei Easy Access werden die beiden Signalpfade eines Ports als eigene Kanäle geführt. Ist beispielsweise an Easy Access Port 3 eine Sensorleitung mit zwei Sensoren angeschlossen, werden diese in VAKTEN über die entsprechenden Signalpfade beziehungsweise Kanäle dieses Ports erfasst.

Durch Auswahl des Kanals kann anschließend die Detailkonfiguration vorgenommen werden.

Easy Access

Signal konfigurieren

Damit VAKTEN weiß, was ein Eingang tatsächlich bedeutet, wird das Signal beschrieben.

Dabei stehen unter anderem folgende Angaben zur Verfügung:

Port
Der physische Anschluss an der HJÄRTA, beispielsweise Easy Access Port 4.

Signalpfad
Der einzelne Signalweg innerhalb eines Anschlusses, beispielsweise Signalpfad 1.

Kanal
Die interne Kanalnummer, unter der das Signal in VAKTEN geführt wird.

Gemessene Aktivität
Der aktuell von der HJÄRTA empfangene Rohwert beziehungsweise Messwert.

Kanalart
Beschreibt, aus welchem Anschlussbereich beziehungsweise welchem technischen Pfad das Signal stammt.

Signaltyp
Legt fest, welche Art von Information verarbeitet wird, beispielsweise:

  • Zustand / binär
  • Temperatur
  • Neigung oder Winkel
  • Rate oder Takt

Binäre Signale liefern beispielsweise 0 oder 1, An oder Aus, Offen oder Zu oder Hell oder Dunkel.

Metrische Signale liefern dagegen einen konkreten Messwert wie Temperatur oder Winkel.

Sensorart
Beschreibt den tatsächlich angeschlossenen Sensor, beispielsweise:

  • Reedkontakt
  • Lichtschranke
  • Näherungsschalter
  • Kontaktschalter
  • Thermostat
  • Thermometer
  • Neigungssensor

Polarität / Rohwert
Legt fest, welcher elektrische Zustand als aktiv interpretiert wird.

Beispiele:

  • Rohwert 1 = aktiv / belegt
  • Rohwert 0 = aktiv / belegt

Damit kann VAKTEN auch Sensoren korrekt interpretieren, deren elektrische Logik gegensätzlich arbeitet.

Bedeutung des Signals
Hier wird aus dem technischen Zustand eine verständliche Information.

Beispiele:

  • Geschlossen ↔ Geöffnet
  • Frei ↔ Belegt
  • OK ↔ Störung
  • Normal ↔ Alarm
  • Nicht vorhanden ↔ Vorhanden
  • Unter Grenzwert ↔ Über Grenzwert
  • Aus ↔ Ein
  • Eigene Bedeutung

Die Bedeutung kann bei Bedarf umgekehrt werden.

Entprellung
Kurze elektrische Zustandswechsel können gefiltert werden. Dafür stehen unterschiedliche Zeiten zur Verfügung, beispielsweise:

0 ms · 50 ms · 100 ms · 250 ms · 500 ms · 1000 ms

Das ist besonders bei mechanischen Kontakten hilfreich, die beim Schalten für sehr kurze Zeit mehrfach zwischen 0 und 1 wechseln können.

Aktiv / nicht aktiv
Ein angelegtes Signal kann verwendet oder deaktiviert werden, ohne seine technische Zuordnung vollständig zu verlieren.

Signal

Signal einer Unit zuordnen

Ist der Sensor angeschlossen und sein Signal konfiguriert, kann das Signal einer Unit zugewiesen werden.

Dazu wird in VAKTEN die gewünschte Unit geöffnet. Im Bereich Signale können vorhandene und aktive Signale der Unit hinzugefügt oder wieder entfernt werden.

Dadurch bleibt die technische Signalebene der HJÄRTA von der fachlichen Ebene der Unit getrennt:

Die HJÄRTA weiß, welches Signal an welchem Eingang anliegt.
Die Unit weiß, welche Bedeutung dieses Signal für die reale Anlage besitzt.

Kann ein Sensor mehrfach verwendet werden?

Ja. Ein Signal kann in unterschiedlichen fachlichen Zusammenhängen verwendet und mit verschiedenen Regeln ausgewertet werden.

Ein Temperaturwert kann beispielsweise sowohl auf eine obere als auch auf eine untere Grenze geprüft werden.

Ein einfaches Beispiel wäre ein Außenthermometer:

  • Benachrichtigung bei Temperatur unter 8 °C
  • Benachrichtigung bei Temperatur über 8 °C

Vereinfacht könnte VAKTEN daraus sogar die hochwissenschaftliche Information ableiten: Winterjacke oder keine Winterjacke.

Kann ich einen Sensor wieder entfernen?

Ein angelegter Sensor beziehungsweise sein Signal erhält in VAKTEN eine eindeutige Zuordnung. Statt historische Bezüge durch Löschen zu verlieren, können nicht mehr benötigte Signale deaktiviert werden.

In der Sensorkonfiguration der HJÄRTA lässt sich ein Signal deshalb aktiv oder nicht aktiv schalten.

Die Zuordnung zu einer Unit kann unabhängig davon geändert oder entfernt werden.

Verwandte Themen

Sensor

Signal

Easy Access

Zurück zur Startseite